Grüne Hügellandschaft im Mühlviertel

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Tabor Apotheke

Steyr, Oberösterreich, Österreich

Manche Leute gehen in fremden Orten immer erst in den Ratskeller, manche zu Sehenswürdigkeiten – ich gehe in die Apotheke. Das weiß man doch.
Es beruhigt ungemein, zu sehen, dass auch in Dalarne, in Faido oder in Turn-Severin die Töpfchen der Reihe nach ausgerichtet sind, jedes mit einem Namen auf dem Bauch, und fast von keinem wissen wir, was es ist. Manche heißen furchtbar unanständig, aber die Apotheker meinen das nicht so. Und immer riecht es nach strengen und herben Sachen, es sind jene Düfte, die dem guten, alten Apotheker langsam zu Kopf steigen, woher er den altbewährten Apotheker-Sparren hat. (Protest des Reichsverbandes Deutscher Apotheken – Besitzer. Reue des Autors. Denn ihr habt keinen Spezial – Sparren mehr, sogar die Geometer sind vernünftiger geworden….ihr habt alle zusammen nur mehr eine Verrücktheit: die Berufseitelkeit.)
Ja, also die Apotheken.

Mir fehlt eigentlich nie etwas Rechtes, aber es gibt so nette, kleine Mittel, die sich hübsch einkaufen: Baldrian oder doppeltkohlensaures Natron oder Jodtinktur … irgend etwas wird man schon damit anfangen können. „Bitte geben Sie mir…“
Da kommt dann ein weißer Provisor – Engel angeschwebt, die jüngeren Herren haben, wenn es in deutschen Apotheken ist, Schmisse und sehen grimmig – gefurcht drein, so: „Du! Wir sind akademisch gebildet, und dass wir Dir etwas verkaufen, ist eine große Gnade!“ Da wird vor Angst sogar die Tonerde doppelt sauer. Oder es ist da ein Apothekermädchen, blond und drall, und man kann es gar nicht verstehen, wie so ein freundliches Wesen alle die vielen lateinischen Namen auswendig weiß. Und immer mixt ein älterer, schweigsamer Mann hinter einem hohen Pult eines der zahllosen Medikamente.
Es gibt übrigens nur fünfzehn, hochgegriffen.
Es gibt nur fünfzehn Medikamente, seit Hippokrates selig, und doch ist es einer weiterentwickelten Industrie von Chemieunternehmen und den Fabriken zur serienweisen Herstellung von Ärzten gelungen, aus diesen fünfzehn Medikamenten vierundvierzigtausendvierhundertvierundvierzig gemacht zu haben; manche werden unmodern, die werfen wir dann fort. Ja, verdient wird auch dran. Aber das ist es nicht alleine: die Leidenden wollen das so. Sie glauben nicht nur an den Wundermann – Professor oder Laien -, sie glauben auch an die buntetikettierten und sauber verpackten Dinge, die mit …in oder mit …an aufhören und eben einige jener fünfzehn Medikamente in neuer Zusammensetzung enthalten.
Hübsch, so eine Apotheke. Man fühlt sich geborgen; es kann einem nichts geschehen, weil sie hier gegen alle Krankheiten und für jeden Menschen ein Mittel haben. Es ist alles so ordentlich, so schön viereckig, so abgewogen rund - so unwild.
Hat der Apotheker einen Vogel? Eine treulose Frau? Kummer mit der Weltanschauung? Das soll er nicht – wir wollen es jedenfalls nicht wissen. Wir stehen vor ihm, dem Dorfkaplan der IG – Farbe und dem Landprediger der ärztlichen Wissenschaft.
Die Apotheke macht besinnlich, wir fordern, nehmen und zahlen und sind schon halb geheilt. Bis zur Tür.
Draußen ist es wesentlich ungemütlicher, und von der sanft duftenden Medizin – Insel steuern wir wieder auf das hohe Meer.
Die Apotheke ist das Heiligenbild des ungläubigen kleinen Mannes.

Montag bis Freitag: 8 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr
Samstag: 8 bis 12 Uhr

Erreichbarkeit / Anreise

So finden Sie uns: Sie liegt im Steyrer Stadtteil "Tabor" (nona).
Kennen Sie das Ärztehaus? Bingo. Wir sind im Erdgeschoß.
Kennen Sie das Ärztehaus nicht? Macht auch nichts. 200m entfernt befindet sich das Tabor-Einkaufsland und die Fa. Leiner.
Neben der Apotheke ist die Kirche, die nicht wie eine solche aussieht.
Über der Apotheke ist das Ärztehaus am Tabor.

Parkgebühren

kostenlose Parkplätze für Kunden;

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Routenplaner für individuelle Anreise
Allgemeine Preisinformation

auf Anfrage

Zahlungs-Möglichkeiten
VisaMastercardDiners ClubAmerican ExpressBankomatBar
  • Für jedes Wetter geeignet

Rollstuhltauglich: Nicht alle Punkte der gesetzlichen ÖNORM werden erfüllt. Grundsätzlich ist dieses Objekt rollstuhltauglich und es ist keine Hilfestellung nötig.

Kontakt & Service


Tabor Apotheke
Franklin-D.-Roosevelt-Straße 12
4400 Steyr

+43 7252 72018
+43 7252 72018 - 20
tabor.apotheke@liwest.at
www.taborapotheke.at/
http://www.taborapotheke.at/

Ansprechperson
Herr Mag. Klaus Reitter
Franklin-D.-Roosevelt-Straße 12
4400 Steyr

+43 7252 72018
+43 7252 7201820
tabor.apotheke@liwest.at
www.taborapotheke.at/

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